May 24, 2024
InterPore 2024

Die Internationale Konferenz InterPore-2024 fand vom 12.–18. Mai in Qingdao, China, statt (https://events.interpore.org/event/46/). Das LABADVANCE-Team hielt zwei Vorträge und eine Posterpräsentation. Die Beiträge des Unternehmens waren den aktuellsten Themen im Bereich der Mikrofluidik-Technologien sowie der Implementierung mikrofluidischer Tests in den Laboren führender Öl- und Gasunternehmen gewidmet.
Evgeny Shilov (CTO von LABADVANCE) moderierte die Sektion „Microfluidics and nanofluidics in pore systems“ und hielt einen Vortrag über „Validation of methodology for determining the minimum mixing pressure (MMP) on a microfluidic slim-tube analog“. Der Vortrag widmete sich dem Ersatz der langwierigen und teuren traditionellen MMP-Variationsmethode durch eine schnellere und fortschrittlichere unter Einsatz von Mikrofluidik-Technologien. Auf Basis der Ergebnisse wurden auf der Konferenz Vergleiche traditioneller MMP-Messtests mit den auf Mikrofluidik-Chips erzielten Ergebnissen vorgestellt. Die erzielten Ergebnisse stimmen miteinander überein, und die durchgeführten mikrofluidischen Tests können vollständig als schnelle und günstige Alternative zum Slim-Tube betrachtet werden.
Der Vortrag „Repetition of void space structure in a microfluidic chip based on a complex of lithological and mineralogical data of core from Achimov low-permeability reservoirs“ wurde von Margarita Latypova, Forscherin bei LABADVANCE, gehalten. Die Arbeit beschrieb eine innovative Technik zur Erzeugung einer künstlich geschaffenen Hohlraumstruktur in Mikrofluidik-Chips unter Verwendung eines Komplexes lithologischer und mineralogischer Eigenschaften des Prototyp-Gesteins sowie digitaler Kerndaten, die aus Mikrotomographie-Ergebnissen erstellt wurden. Die vorliegende Technik ermöglicht die genaue Übertragung von Parametern der Kernprobe wie Permeabilität, Porengröße und -geometrie, Porengrößenverteilung, durchschnittliche Permeabilität sowie Breiten und Längen der Porenkanäle. Die Arbeit stellte zudem eine innovative Methode zur Erzeugung inhomogener Benetzbarkeit in Mikrofluidik-Chips vor.
Die Posterpräsentation des LABADVANCE-Forschers Dmitry Pereponov „Visualization of microfluidic studies on asphaltene deposition under high temperatures“ stellte die Testergebnisse einer neuen Hochtemperatur-Mikrofluidik-Zelle mit zonaler Chip-Heizung vor. Öle mit hohem Gehalt an schweren Kohlenwasserstoffen wurden in Mikrofluidik-Chips mit stufenweiser Erwärmung untersucht. Bei verschiedenen Temperaturregimen fielen Asphaltenkomponenten, die die Feldentwicklung oft erschweren, in einem mit hochviskosem Öl gefüllten Mikrofluidik-Chip aus. Auf Basis der Ergebnisse dieser Arbeit haben sich mikrofluidische Untersuchungen als hervorragende Methode zur Visualisierung der verschiedenen Prozesse erwiesen, die bei Schweröl während der Feldentwicklung ablaufen.
Auf der Konferenz wurde auch der Messestand von LABADVANCE präsentiert, an dem die Mitarbeiter des Unternehmens konkrete Fragen zur Entwicklung maßgeschneiderter Mikrofluidik-Ausrüstung beantworteten. Zum ersten Mal wurden am Konferenzstand nicht nur Methoden für Service-Tests für verschiedene Ölunternehmen, sondern auch innovative Mikrofluidik-Ausrüstung vorgestellt, darunter Zellen und Chip-Halter für Tests bei hohen Temperaturen und Drücken, mikrofluidische Spritzenpumpen und vollständig entwickelte Systeme.
Am letzten Konferenztag trafen sich Mitarbeiter von LABADVANCE mit ihren Kollegen vom Microfluidic Research Laboratory der China University of Petroleum (East China). Die beiden Forschungsgruppen vereinbarten eine internationale Zusammenarbeit und gemeinsame Forschung, um das wissenschaftliche Potenzial der Mikrofluidik-Technologien für die Öl- und Gasindustrie in beiden Ländern weiterzuentwickeln.
LABADVANCE spricht den Organisatoren der Konferenz seinen aufrichtigen Dank aus und hofft auf eine weitere Zusammenarbeit bei der Förderung der Idee mikrofluidischer Tests und der Popularisierung dieser wissenschaftlichen Richtung auf internationaler Ebene.


